Der erste Kilometer ist immer zu langsam
Voll und eng – hier läuft niemand seine Zielpace. Das ist normal und kostet zehn, fünfzehn Sekunden, nicht mehr. Nicht außen herumhetzen, sondern mit dem Feld sortieren.
Laufveranstaltung Hamburg
Einmal um die Außenalster, komplett autofrei, flach und schnell: Der Alsterlauf ist der Hamburger 10-Kilometer-Klassiker und für viele der erste Wettkampf überhaupt. Die Strecke ist meine Hausrunde – hier steht, wie man sie im Rennen läuft und wie man sich in acht Wochen darauf vorbereitet.
Schematische Darstellung: Die Kilometerangaben sind gerundet, der Veranstalter passt den Kurs von Jahr zu Jahr an. Verbindlich ist der amtliche Streckenplan.
Kartenbild: © OpenStreetMap-Mitwirkende. Der Wettkampfkurs folgt der Außenalster-Runde aus meinem Streckenatlas – gezeichnet auf OpenStreetMap, Startpunkt orange.
Aus dem europäischen Höhenmodell entlang des GPX-Verlaufs abgeleitet und geglättet. Die Skala reicht bewusst bis 40 Meter, damit flach auch flach aussieht – die tatsächliche Spanne liegt bei rund 21 Metern, davon ein Teil Brückenrampen.
Angaben aus dem Laufkalender, geprüft gegen die Veranstalterseite. Verbindlich ist immer der Veranstalter. Stand dieser Seite: 7. September 2026.
Kaum ein 10-km-Lauf in Deutschland hat eine so ehrliche Strecke: kein Anstieg, keine Kehrtwenden, das Wasser immer auf einer Seite und die Skyline zum Schluss. Dazu ein Feld von mehreren tausend Läufern, das vom Einsteiger bis zur Bestzeitjagd alles abdeckt.
Der Termin Anfang September ist ideal: Der Sommer ist Trainingszeit, die Temperaturen sind wieder erträglich, und der Lauf ist der erste von drei Wertungsläufen des Hamburger Laufcups.
Start und Ziel liegen am Ballindamm an der Binnenalster. Von dort geht es über die Lombardsbrücke an die Außenalster und einmal um den See herum – auf denselben Wegen, die auch die Trainingsrunde nutzt: Uhlenhorst und Schwanenwik auf der Ostseite, die Krugkoppelbrücke am Nordende, Harvestehude und Rotherbaum auf der Westseite, dann zurück über die Lombardsbrücke ins Ziel.
Am Renntag ist die Runde komplett gesperrt und deutlich breiter als der Fußweg im Training, weil das Feld die Straßen nutzt. Wer die Trainingsrunde kennt, kennt trotzdem jede Kurve.
Voll und eng – hier läuft niemand seine Zielpace. Das ist normal und kostet zehn, fünfzehn Sekunden, nicht mehr. Nicht außen herumhetzen, sondern mit dem Feld sortieren.
Die Anfangseuphorie ist weg, das Ziel noch nicht in Sicht, und je nach Wetter kommt hier der Wind. Genau dafür trainiert man Tempohärte. Wer die Pace hält, hat das Rennen gewonnen.
Erst die Rampe der Lombardsbrücke hoch, dann auf dem Ballindamm alles rauslassen – nicht vorher.
Gleichmäßig laufen heißt: diese Pace vom ersten bis zum letzten Kilometer – mit einem kleinen Puffer für den engen Start.
Acht bis zehn Wochen reichen, wenn eine Grundlage von drei Läufen pro Woche steht. Der Kern sind zwei Einheiten pro Woche: ein Tempolauf und ein Intervalltraining – der Rest ist locker.
Beides lässt sich in Hamburg perfekt platzieren: Intervalle auf der frei zugänglichen 400-Meter-Bahn im Stadtpark, Tempoläufe an der Dove-Elbe oder auf der Alster selbst.
Beim Veranstalter
Anmeldung, Startgebühren und Ergebnisse liegen beim Veranstalter – dort stehen sie immer aktuell. Ich verlinke bewusst die dauerhaften Übersichtsseiten und nicht die Ergebnisliste eines einzelnen Jahres.
Die Hauptdistanz sind 10 km – eine einzige Runde um die Außenalster mit Start und Ziel am Ballindamm. Dazu gibt es einen 5-km-Lauf, den R5K und einen Schülerlauf über einen Kilometer.
Ja, er ist einer der besten ersten Wettkämpfe überhaupt: flach, autofrei, gut organisiert, mit einem großen Feld, in dem niemand allein läuft. Wer 10 km im Training am Stück schafft, kann starten – für die 5 km reicht weniger.
Für 50 Minuten sind es 5:00 min/km, für 45 Minuten 4:30 und für 40 Minuten 4:00. Die vollständige Tabelle steht weiter oben auf dieser Seite – gleichmäßig laufen ist über 10 km fast immer schneller als schnell anlaufen.
Beides meint denselben Lauf: Der Namensgeber wechselt, zuletzt von BARMER zu CURREX. Der eingebürgerte Name bleibt Alsterlauf – danach suchen die meisten, und darauf ist auch diese Seite ausgerichtet.
Auf der Außenalster-Runde selbst, im Laufstrecken-Atlas mit Karte und GPX. Für Tempohärte eignen sich die Regattastrecke an der Dove-Elbe und die Bahn im Stadtpark.
Alle Termine, Fristen und Preise: Laufkalender Hamburg.
Bevor du gehst
Ich habe die Hamburger Strecken selbst gelaufen und weiß, wie ein Aufbau aussieht, der neben Job und Familie hält. Keine Adresse, kein Formular.
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